Magento und E-Commerce im B2B-, ERP- und PIM-Umfeld

B2B, ERP, PIM oder Supply Chain Management passen nicht erst seit Kurzem zu Magento. Die Integration von ERP-Systemen und eCommerce ist schon so alt wie eCommerce selbst. Während viele ERP-Hersteller Magento vor 6 Jahren nicht auf dem Schirm hatten, ist die Verbindung von Magento und SAP nun eines der am häufigsten nachgefragten Themen. Anlass genug, sich etwas mit der IT-Geschichte und ihren Schlagwörtern zu befassen.

Wer kennt noch CIM? Computer Integrated Manufacturing….
In den 80’ und 90’ Jahren war dies eines der Schlagworte, die Softwarehersteller und Berater den Unternehmen um die Ohren schlugen. Entstanden in den sog. “Think Tanks” der Universitäten und Beratungsunternehmen, versprach “CIM” den ganzheitlichen Ansatz, um mit IT die Produktionsbereiche von Unternehmen zu automatisieren und alles einfacher und wettbewerbsfähiger zu machen.
Schaute man damals in die Projekte und hinter die Kulissen, ging es für die Kunden v.a. darum, ihre Prozesse zu verstehen sowie in und mit ihnen ihre Geschäftsstrategie umzusetzen. Die IT war nur ein Hilfsmittel dafür und nahm sich zu wichtig.
30 Jahre später macht sie die Branche wieder auf, um mit “Industrie 4.0” alten Wein in neuen Schläuchen zu verkaufen. In den Unternehmen ist eine neue Generation nachgewachsen, die mit der gleichen Softwaregläubigkeit die Fehler der Vorgänger wiederholt.

In vielen Unternehmen ist in den letzten 40 Jahren eine heterogene IT-Landschaft entstanden, die immer durch die jeweils modernen Konzepte und Schlagwörter beeinflusst wurde. Damals wie heute spricht man in Projekten von der Notwendigkeit der Integration der verschiedenen Systeme untereinander – von Schnittstellen, von Prozessen und Abläufen.
Die oft beschworene einheitliche Systemlandschaft (alles aus einer Hand, einheitlich, etc.) existiert de facto nicht. Überall gibt es Insellösungen, z.B. für Fertigungssteuerung, Produktdatenmanagement oder Vertrieb. Das beschworene alles abdeckende ERP-System gibt es in der Realität meistens nicht.

Was sich auf den ersten Blick nachteilig anhört, ist es in Wirklichkeit jedoch nicht. “Insellösung” bedeutet oft, dass ein auf den jeweiligen Einsatzzweck optimal angepasstes System verwendet wird. Das bringt Vorteile in diesem Bereich, die durchaus im Wettbewerb relevant sind. Andererseits stellt eine Insellösung höhere Anforderungen an die Integration der Systeme untereinander. Genau das Verständnis sollte ein Unternehmen nicht aus der Hand und an externe Berater geben.

Das Zusammenspiel von ERP und eCommerce-Plattform ist ein klassisches Beispiel für Insellösungen.
E-Commerce bedeutet Verkaufen. Verkaufen bedeutet wiederum Absatzkanäle. Die vielen Konzepte und Präsentationen zu “xy channel” zeigen das Interesse und den Bedarf an Ideen und Antworten. Wer heute nicht die beste Lösung für seinen Verkauf wählt, hat schon den ersten Schritt verloren. Das ERP darf nicht den Vertrieb bestimmen. Sondern der “Verkauf” bestimmt das am besten passende System. Die Integration zum ERP ist die logische Pflichtübung.

Was hat das mit CIM und Industrie 4.0 zu tun?
Auf CIM folgten die Konzepte des “Supply Chain Management”, um die Lieferketten zu verstehen und zu führen. Auch bei Industrie 4.0 wird die Integration und das dafür erforderliche übergreifende Verständnis für die Unternehmensprozesse in den Vordergrund rücken.

Im #MM16DE Themenschwerpunkt B2B, ERP und PIM stellen 8 Redner ihre Ideen und Konzepte vor. Von Fallstudien, über Strategien bis hin zu konkreten Lösungsvorschlägen.